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Kaschmir: Woher kommt die Luxusfaser?

aktualisiert am 18.11.2025
Kaschmir: Woher kommt die Luxusfaser?
Kaschmir gilt als Inbegriff von Luxus. Die Faser wird aus der feinen Unterwolle der Kaschmirziege gewonnen und besticht durch ihre unvergleichliche Weichheit, Wärme und Leichtigkeit.

Ihr zarter, matter Schimmer und die dezenten Nuancen in Grau, Braun und Weiss verleihen der Kaschmirwolle eine unverwechselbare Raffinesse. Da Kaschmir nur in begrenzten Mengen gewonnen wird, zählt es zu den edelsten Naturfasern der Welt – häufig kombiniert mit besonders weicher Wolle, um seine luxuriöse Leichtigkeit noch zu unterstreichen.

Kaschmir ist ein Naturprodukt, doch seine Gewinnung hat ökologische und soziale Herausforderungen.

Geschichte

Der Name Kaschmir stammt von der Region Kashmir im heutigen Indien und Pakistan, in der die edle Faser ihren Ursprung hat. Bereits im 13. Jahrhundert im Mongolischen Reich bekannt, wurde Kaschmir entlang der Seidenstrasse gehandelt. Im 19. Jahrhundert avancierte sie in Europa zum Symbol für Reichtum und Raffinesse – insbesondere durch feine Schals aus französischen und schottischen Manufakturen. Heute wird Kaschmir hauptsächlich in der Mongolei, in China, im Iran und in Afghanistan gewonnen.

Wissensbeiträge-Kaschmirziege-Kaschmirwolle

©2019-2020 by All About Goats

Einsatz in der Mode

Kaschmir wird meist zu Strickwaren verarbeitet: Pullover, Schals, Mützen und luxuriöse Mäntel. Die Faser wird häufig mit Wolle oder Seide gemischt, um sie robuster oder leichter zu machen. Hochwertige Kaschmirprodukte erkennt man an ihrer gleichmässigen, dichten Oberfläche und dem feinen, weichen Griff.

Nachhaltigkeit

Kaschmir ist ein Naturprodukt, doch seine Gewinnung hat ökologische und soziale Herausforderungen. Kaschmir gilt als besonders edel, ist in seiner Herstellung jedoch anspruchsvoll und nicht ohne ökologische Folgen. Die Ziegen leben hauptsächlich in der Mongolei und in China, wo Überweidung zunehmend zum Problem wird – die karge Vegetation erholt sich nur langsam, was in manchen Regionen bereits zur Wüstenbildung führt. Hinzu kommt, dass die Fasergewinnung äusserst aufwendig ist: Eine einzelne Ziege liefert pro Jahr lediglich rund 100 bis 200 Gramm reine Kaschmirfaser. Das erklärt den hohen Preis und den exklusiven Charakter des Materials. Um die Produktion nachhaltiger zu gestalten, engagieren sich Organisationen wie die Sustainable Fibre Alliance (SFA) und der Good Cashmere Standard für umweltfreundliche und faire Bedingungen in der Lieferkette. Zudem gewinnt recyceltes Kaschmir zunehmend an Bedeutung – es reduziert den Bedarf an neuer Rohfaser, spart Wasser und Energie und verlängert die Lebensdauer bereits vorhandener Textilien.

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©Miré

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