Seide: «Die Königin der Stoffe»

Herkunft & Gewinnung
Die klassische Seide stammt von der Maulbeerseidenraupe, die sich in einem selbst gesponnenen Kokon verpuppt. Dieser Kokon besteht aus einem bis zu 3’000 Meter langen, feinen Faden.
Um die Faser unversehrt abwickeln zu können, werden die Kokons meist in heissem Wasser gekocht – dabei sterben die Raupen im Inneren ab. Auf diese Weise entsteht die sogenannte Maulbeerseide, die für ihre gleichmässige, glänzende Struktur bekannt ist.
Alternativ gibt es Formen, bei denen die Raupen den Kokon verlassen dürfen, bevor die Faser weiterverarbeitet wird. Diese Seidenarten werden unter Begriffen wie Ahimsa-Seide, Peace Silk oder Wildseide vermarktet. Sie sind tierfreundlicher, haben jedoch eine unregelmässigere Faserstruktur und dadurch eine mattere, griffigere Optik.
Geschichte
Archäologische Funde belegen, dass Seide bereits seit über 5’000 Jahren verarbeitet wird. Einer Legende nach entdeckte Kaiserin Hsi Ling Shi die feine Faser, als ein Kokon in ihren Tee fiel und sich auflöste. Fasziniert von der zarten Struktur, lernte sie, die Fäden zu spinnen – und legte damit den Grundstein für eines der edelsten Gewebe der Welt.
Während der Han-Dynastie avancierte Seide zum begehrten Luxusgut und wurde zeitweise sogar als Zahlungsmittel verwendet. Das edle Material wurde zum Symbol für Reichtum und diente entlang der Seidenstrasse als eines der begehrtesten Handelsgüter der Welt.
©Gilberto Mello / Pixabay
Gibt es «Fake-Seide»?
Ja – Materialien wie Viskose, Acetat oder Cupro werden oft als «künstliche Seide» bezeichnet, da sie ähnlich weich fallen und glänzen. Sie sind jedoch halbsynthetische Fasern, die industriell aus Zellulose hergestellt werden. Optisch ähneln sie Seide, besitzen aber andere Eigenschaften, sie sind beispielsweise weniger temperaturausgleichend und weniger robust.
Einsatz in der Mode
Seide ist ein vielseitiges Material, das jedem Look eine chice Note verleiht. Ob als Bluse, Hemd, Rock oder Kleid – sie steht für stilvolle Raffinesse. Dank ihrer glatten, temperaturausgleichenden Faser ist Seide auch in Lingerie und Nachtwäsche besonders geschätzt. Bei Accessoires wie Einstecktüchern, Krawatten, Haarbändern oder Schals sorgt sie für einen Hauch von Luxus und Leichtigkeit.
©Manito
Nachhaltigkeit
Immer mehr Designer*innen setzen heute auf Wildseide, Ahimsa-Seide oder Bio-Seide, um Tierwohl, Transparenz und Nachhaltigkeit stärker in den Fokus zu rücken. Auch innovative Mischgewebe mit Natur- oder Recyclingfasern entstehen, um neue Texturen und langlebigere Stoffe zu schaffen.
©Sabelle
Unser Seiden-Pick: Sabelle - Seidenschal «Amour»
Dieser Schal vom Zürcher Label Sabelle ist ein elegantes Accessoire, das mit Sorgfalt und Präzision hergestellt wurde. Es besteht aus feinster Naturseide und zeichnet sich durch ein luxuriöses, satinartiges Finish und aussergewöhnliche Weichheit aus. Ausschlaggebend, dass wir dieses schöne Stück für unseren Seiden-Pick ausgewählt haben, waren der Name - wir lieben die Liebe - sowie die trendige Farbkombination von Braun und Rosa.
Sabelle - Schal aus der Nouvelle Collection "Amour" (CHF 115)
das könnte dich auch interessieren!
Stones that Travel. Values that Stay.

Designer Spotlight: Barbara Tschanen von 0714

Chloé im Januar

nichts mehr verpassen!
melde dich für den newsletter von the edit an
und bleibe auf dem laufenden