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Von der Linie zum Schmuckstück

aktualisiert am 22.9.2026
Von der Linie zum Schmuckstück
Mit ihrer neuen Kollektion MONO übersetzt die Berner Schmuckdesignerin Sarah Küffer die Gestaltungsprinzipien des Bauhauses in skulpturalen Silberschmuck.

Aus einer Linie entsteht eine Form - aus der Form entsteht ein Schmuckstück.

Für ihre neue Kollektion MONO reduziert Sarah Küffer Schmuck auf das Wesentliche. Jedes Stück entsteht aus einem einzigen Band Silber. Durch präzise Biegungen entsteht daraus eine Form, die zugleich Konstruktion und Funktion ist. Zusätzliche Verbindungen oder technische Elemente braucht es nicht.

Vom Bauhaus ans Handgelenk

Die Inspiration dafür findet die Berner Goldschmiedin in der Architektur und Gestaltung des Bauhauses. Klare Linien, geometrische Formen und der Grundsatz «form follows function» prägen die Kollektion. Besonders die Architektur und die Stahlrohrmöbel des Bauhaus Dessau aus den Jahren 1925 bis 1932 dienten als Referenz für die reduzierte Formensprache.

Die Auseinandersetzung mit diesen Gestaltungsprinzipien begleitet Küffer schon lange. Ihr Vater ist Architekt, zudem absolvierte sie den Vorkurs an der Schule für Gestaltung Bern, der ebenfalls auf entsprechenden gestalterischen Grundlagen aufbaut.

Bei MONO wird dieser Einfluss direkt sichtbar. Die Ohrringe beginnen als gerade Linie und erhalten erst durch wenige Biegungen ihre Form. Gleichzeitig übernimmt das Material selbst eine Funktion: Die Spannung des Silbers hält die Ohrringe am Ohr, sodass kein zusätzlicher Verschluss notwendig ist.

Bei den Ringen wird die Linie zum dreidimensionalen Objekt. Verschobene Ebenen, Zwischenräume und unterschiedliche Höhen verleihen den beiden Modellen «shift» und «plane» eine beinahe architektonische Wirkung. Der Armreif wiederum erinnert mit seinen geraden Linien, Winkeln und offenen Flächen an den abstrahierten Grundriss eines Gebäudes.

Von der Linie zum Schmuckstück

©Sarah Küffer

Schmuck zwischen Design und Architektur

Trotz der reduzierten Gestaltung haben die Schmuckstücke einen starken Charakter. Die geometrischen Formen machen sie zu besonderen Hinguckern und zeigen Küffers Verbindung von Design und klassischem Goldschmiedehandwerk.

Entworfen und gefertigt werden die Schmuckstücke in Sarah Küffers Atelier in der Berner Altstadt. Produziert wird in kleinen Serien. Für ihre Kollektionen verwendet die Designerin ausschliesslich Edelmetalle, die vom Responsible Jewellery Council zertifiziert wurden. Das verwendete Silber und Gold ist rezykliert und Arbeiten wie Guss oder Galvanik lässt Küffer von lokalen Partnerbetrieben ausführen.

Hier findet ihr Sarah Küffers Instagram und Webseite.

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