Gemeinsam für mehr Sonnenschutz

KINDISCH und INNINOVA verbindet eine gemeinsame Mission: Sonnenschutz soll für Familien nicht kompliziert, angstmachend oder nur ein Ferienthema sein, sondern ganz selbstverständlich zum Alltag gehören. Im Gespräch mit the edit. erzählen Carmen von INNINOVA und Alexandra von KINDISCH, wie die Zusammenarbeit entstanden ist, warum Prävention bei Kindern so wichtig ist und weshalb gutes Design, Qualität und Schutz zusammengehören.
Wir wollen auch mit Mythen aufräumen.
Wie habt ihr euch kennengelernt und wie ist die Zusammenarbeit zwischen KINDISCH und INNINOVA entstanden?
Carmen: Ich habe KINDISCH über Instagram entdeckt. Mir hat der Auftritt sofort sehr gefallen – die Designs, die Farben, die ganze Art, wie der Brand kommuniziert. In unserer Beratung sprechen wir viel über ganzheitlichen Sonnenschutz, gerade bei Kindern. Dazu gehört eben nicht nur Sonnencreme, sondern auch Kleidung als physikalischer Schutz. Deshalb habe ich KINDISCH angeschrieben.
Alexandra: Wir haben dann telefoniert und uns von Anfang an sehr gut verstanden. Für mich ist es gerade bei jungen Brands enorm wichtig, dass es zwischenmenschlich stimmt. Ich höre stark auf mein Bauchgefühl und das hat hier einfach gepasst. Schnell war klar: Wir ergänzen uns sehr gut. Sonnenschutz ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Zusammenspiel aus verschiedenen Massnahmen. Genau daraus ist diese Kollaboration entstanden – ganz nach dem Motto: «Gemeinsam sind wir stärker».
©INNINOVA
Was ist eure gemeinsame Vision hinter der Zusammenarbeit?
Alexandra: Wir möchten Sonnenschutz näher zu den Familien bringen. Und zwar so, dass er im Alltag ganz selbstverständlich wird. Nicht als etwas, das Angst macht oder mit Verzicht verbunden ist. Kinder sollen draussen spielen, im Wasser sein und die Sonne geniessen dürfen, aber eben gut geschützt: mit Sonnencreme, UV-Shirt, Hut und allem, was dazugehört. Unser Ziel ist es, Sonnenschutz genauso selbstverständlich in den Alltag zu integrieren wie das Zähneputzen am Morgen und am Abend.
Carmen: Genau. Es geht um Prävention – früh, einfach und unkompliziert. Sonnenschutz soll nicht nur ein Thema für die Ferien oder den Strand sein, sondern ein fester Bestandteil des Alltags. Und wenn die Produkte hochwertig sind, gut funktionieren und gleichzeitig schön aussehen, fällt es Familien viel leichter, sie regelmässig zu nutzen. Und wir wollen auch mit Mythen aufräumen.
Wenn man früh Prävention betreibt, kann man langfristig viel bewirken.
Welche Missverständnisse rund um Sonnenschutz begegnen euch besonders häufig?
Carmen: Ein grosses Thema ist sicher, dass viele Eltern gar nicht genau wissen, welcher Sonnenschutz für ihr Kind passt. Es gibt sowohl chemische als auch mineralische Filter und Mischfilter, verschiedene Hauttypen, unterschiedliche Texturen und Formulierungen. Dann kommt die Frage dazu: Reicht SPF 30 oder braucht es SPF 50? Was bedeutet SPF (Sun Protection Factor) überhaupt? Das ist für viele sehr verwirrend.
Bei Babys und kleinen Kindern werden mineralische Non-Nano-Filter empfohlen, weil diese von der empfindlichen und noch dünnen Kinderhaut besser vertragen werden und auf der Haut liegen bleiben. Uns ist wichtig, diese Unterschiede verständlich zu erklären, damit Eltern bewusst entscheiden können, was zum Hautbild und zu den Bedürfnissen ihres Kindes passt. Es geht weniger darum, Angst zu machen, sondern Orientierung zu geben.
Alexandra: Ein weiteres Missverständnis ist, dass Sonnenschutz nur im Hochsommer oder nur am Strand wichtig sei. Viele denken: Wir sind ja nur kurz draussen, oder wir sind in der Schweiz, da braucht es keinen UV-Schutz. Dabei ist gerade die Kinderhaut sehr sensibel. Wenn man früh Prävention betreibt, kann man langfristig viel bewirken und im höheren Alter Schlimmeres verhindern. Für mich ist Sonnenschutz ähnlich selbstverständlich wie ein Helm beim Velofahren. Es geht darum, Kinder zu schützen.
Auch die Idee, dass ein Sonnenbrand nicht so schlimm sei, wenn die Haut danach braun wird, hält sich leider noch immer. Dabei ist jede Rötung ein Zeichen dafür, dass die Haut belastet wurde. Natürlich kann es passieren, dass man einmal zu viel Sonne erwischt – aber gerade bei Kindern sollten wir besonders achtsam sein. Die Sonne wird intensiver, die Sommer heisser, und wir müssen lernen, uns im Alltag besser darauf einzustellen.

©KINDISCH
Wie sieht eure Präventionsarbeit konkret aus?
Carmen: Wir arbeiten sehr eng mit Apotheken, Drogerien und weiteren Fachpersonen zusammen. Uns ist wichtig, dass Menschen, die Eltern beraten, die Produkte und die Wissenschaft dahinter verstehen. Auch bei der Entwicklung neuer Produkte beziehen wir Fachwissen ein – etwa von Hebammen, Drogist*innen, Apotheken mit Hautfokus oder Naturkosmetiker*innen. Dazu kommen Social Media, Events und Elternberatungen.
Alexandra: Für mich beginnt Prävention schon bei der Produktentwicklung: bei den richtigen Materialien, beim geprüften UV-Schutz und bei der Frage, ob ein Kind das Produkt überhaupt gerne trägt. Unsere Bademode ist mit Ultraviolet Protection Factor (UPF) 50+ zertifiziert und bietet damit besonders hohen UV-Schutz. Auf solche Zertifizierungen sollte man achten, denn nur so kann man sicher sein, dass der Schutz auch tatsächlich gegeben ist.
Unsere Stücke sollen gut sitzen, angenehm sein und gleichzeitig Freude machen.
Alexandra, worauf achtest du bei KINDISCH besonders?
Alexandra: Für mich müssen mehrere Dinge zusammenkommen: Komfort, Qualität, Funktionalität und Design. Wenn ein Kind ein UV-Shirt nicht gerne trägt, bringt auch das beste Zertifikat wenig. Deshalb muss die Bademode bequem sein, gut sitzen, elastisch sein und etwas aushalten. Gleichzeitig spielt das Design eine grosse Rolle. Am Ende sollen Eltern von der Funktionalität überzeugt sein – und Kinder Freude an den Farben und Prints haben.
Die Idee zu KINDISCH ist aus einem eigenen Bedürfnis entstanden: Ich wollte coole, farbige Bademode für Kinder, die nicht stereotyp ist und gleichzeitig schützt. Wir haben uns bewusst für Farbe entschieden – nicht nur, weil sie schön ist, sondern auch, weil Kinder im Wasser besser sichtbar sind. Je auffälliger, desto besser.
Woher kommen die Ideen für eure Prints?
Alexandra: Ich hole Inspiration aus vielen Bereichen: aus Reisen, der Natur, aus dem Alltag mit Kindern, aber auch aus dem Feedback von Eltern. Wenn ich Kinder beobachte – beim Spielen, im Schwimmbad oder auf dem Schulweg – sehe ich, welche Farben und Motive sie mögen. Gleichzeitig nehme ich Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden sehr ernst. Das ist für mich eine Form von Marktforschung und hilft uns, die Kollektion weiterzuentwickeln.
Ein wertvolles Feedback war zum Beispiel der Wunsch nach Badeanzügen für Mädchen, die nicht zwingend lange Ärmel haben, etwa für den Schwimmunterricht oder den Indoor-Pool. Zuerst hatte ich das wegen des UV-Schutzes nicht geplant. Aber ich habe verstanden, dass es dafür ein Bedürfnis gibt, und wir haben entsprechende Modelle entwickelt. Die offenen Stellen ergänzt man dann mit Sonnencreme.

©KINDISCH
Wie gelingt der Spagat zwischen schönem Design und zuverlässigem Schutz?
Alexandra: Für mich ist es kein Spagat, sondern ein Miteinander. Funktionalität, Qualität, Bequemlichkeit und Design müssen zusammenpassen. Ein UV-Shirt bringt nur dann etwas, wenn ein Kind es auch gerne trägt. Deshalb sollen unsere Stücke gut sitzen, angenehm sein und gleichzeitig Freude machen. Eltern sollen darauf vertrauen können, dass sie ein hochwertiges, schützendes Produkt kaufen. Und Kinder sollen Lust haben, es anzuziehen.
Wir haben uns bewusst für kräftige Farben entschieden. Einerseits, weil Kinder Farben lieben, andererseits aber auch, weil sie im Wasser besser sichtbar sind. Gerade bei Bademode ist das ein zusätzlicher Vorteil. So entsteht im Idealfall eine Win-win-Situation: Die Kinder fühlen sich wohl, die Eltern finden die Stücke schön – und der Schutz ist trotzdem gegeben.
Zudem ist bei KINDISCH Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil. Unsere Bademode wird aus recyceltem Material hergestellt und ist nach OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert. Gleichzeitig produzieren wir bewusst nur kleine Mengen, damit möglichst wenig Restware entsteht. Für mich bedeutet Nachhaltigkeit auch, langlebige Produkte zu entwickeln, die Kinder gerne tragen und die Familien über längere Zeit nutzen können.
Wir kennen alle Personen, die an der Sonnencreme beteiligt sind, persönlich.
Welche Rolle spielt Sonnencreme neben UV-Bademode?
Carmen: UV-Kleidung nimmt Eltern im Alltag viel ab, weil grosse Körperpartien bereits geschützt sind. Sonnencreme bleibt aber trotzdem wichtig – vor allem an Stellen, die schnell vergessen gehen: Ohren, Nacken, Fussrücken, Hände oder Gesicht. Für einen guten Sonnenschutz braucht es deshalb beides: Kleidung, die schützt, und Sonnencreme für die offenen Hautstellen.
Was unterscheidet eure Sonnencreme von herkömmlichen Produkten?
Carmen: Wir haben uns bewusst für einen rein mineralischen, Non-Nano UV-Filter entschieden. Das bedeutet: Die Partikel bleiben auf der Haut und werden vom Körper nicht aufgenommen. Diese Eigenschaften sind besonders bei sensibler und der noch dünnen Kinderhaut wichtig. Gleichzeitig deckt der Filter ein breites UVA- und UVB-Spektrum ab und ist photostabil – er verliert seine Wirkung unter UV-Einfluss also nicht.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Formulierung. Unsere Sonnencreme basiert auf einer parfümfreien Wasser-in-Öl-Emulsion. Das sorgt dafür, dass sie gleichmässiger auf der Haut bleibt – auch wenn ein Kind schwitzt oder sich viel bewegt. Gleichzeitig lässt sie sich gut verteilen, weisselt nicht, klebt nicht, brennt nicht in den Augen und hinterlässt keine Flecken auf weisser Kleidung oder in Autositzen. Diese Kombination war uns sehr wichtig, deshalb waren wir auch mehrere Jahre in der Entwicklung.

©INNINOVA
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei euren Produkten?
Carmen: Nachhaltigkeit ist für INNINOVA Teil des gesamten Produkts – nicht nur der Formulierung. Unsere Sonnencreme ist 100 Prozent Naturkosmetik, vegan, frei von Mikroplastik, Silikonen, Parabenen und Aluminium. Uns war wichtig, ein Produkt zu entwickeln, das weder die Haut noch die Umwelt unnötig belastet, wenn es beim Baden oder Duschen ins Wasser gelangt.
Auch die Wertschöpfungskette ist bewusst gewählt: Wir entwickeln die Produkte in Zürich, produzieren im Aargau und haben unser Büro in Luzern. Wir kennen alle Personen, die an der Sonnencreme beteiligt sind, persönlich. Zudem produzieren wir in kleinen Chargen, damit die Produkte frisch bleiben und keine unnötigen Überschüsse entstehen.
Wie lange ist die Sonnencreme haltbar?
Carmen: Ungeöffnet ist sie drei Jahre haltbar. Nach dem Öffnen empfehlen wir, sie innerhalb von sechs Monaten beziehungsweise innerhalb einer Saison aufzubrauchen.
Wo sind eure Produkte erhältlich?
Carmen: Unsere Produkte sind online erhältlich, aber auch in Apotheken, Drogerien, ausgewählten Reformhäusern und Kinderkonzept-Stores. Teilweise arbeiten wir auch mit Ärzten zusammen. Uns ist der Fachhandel wichtig, weil dort Menschen beraten, die die Bedürfnisse von Kindern, Eltern und Personen mit sensibler Haut gut kennen.
Uns verbindet dieselbe Mission und eine ähnliche Haltung.
Bleibt ihr beim Fokus auf Kinder oder entwickelt ihr auch Produkte für Erwachsene?
Carmen: Unser Fokus liegt klar auf Sonnenschutz. Wir haben gemerkt, dass viele Erwachsene unsere Produkte nutzen, vor allem Menschen mit sensibler Haut, die herkömmliche Sonnencremes nicht gut vertragen. Deshalb entwickeln wir das Sortiment weiter, unter anderem mit Produkten fürs Gesicht und für Erwachsene. Wichtig bleibt für uns aber immer: Die Formulierung muss sinnvoll sein, gut verträglich, funktional und klar auf Schutz ausgerichtet.
Was konntet ihr durch die Zusammenarbeit voneinander lernen?
Alexandra: Für mich war der Austausch sehr wertvoll, weil ich noch mehr über Sonnencreme, Filter und Hautschutz gelernt habe. Gerade an Events oder Messen werde ich oft auch zu Sonnencreme gefragt. Durch Carmen kann ich heute viel fundierter erklären, warum Kleidung und Crème zusammengehören – und warum ein ganzheitlicher Sonnenschutz so wichtig ist. Wir verfolgen dieselbe Mission und können einander ergänzen, ohne in Konkurrenz zu stehen.
Carmen: Und ich habe durch Alexandra noch besser verstanden, worauf es bei UV-Bademode wirklich ankommt: Material, Komfort, Zertifizierung, Sichtbarkeit und Design. Für mich ist das ein grosser Gewinn, weil ich KINDISCH mit voller Überzeugung empfehlen kann.
©KINDISCH
Wenn ihr eure Zusammenarbeit in drei Worten beschreiben müsstet – welche wären das?
Alexandra: Für mich stehen Qualität, Support und Prävention im Zentrum. Mir gefällt sehr, dass wir beide hohe Ansprüche an unsere Produkte haben und uns gegenseitig unterstützen können – zum Beispiel über unsere Netzwerke, bei Events oder vielleicht auch an einer gemeinsamen Messe. Uns verbindet dieselbe Mission und eine ähnliche Haltung: Wir möchten Familien für ganzheitlichen Sonnenschutz sensibilisieren und Produkte anbieten, die verantwortungsvoll, hochwertig und umweltbewusst sind.
Carmen: Für mich gehört auch Vertrauen dazu. Wir haben ähnliche Vorstellungen davon, wie ein Produkt sein soll, wie eine Brand kommuniziert und welche Verantwortung man gegenüber Familien übernimmt. Deshalb fühlt sich die Zusammenarbeit sehr stimmig an.
Was ist euer wichtigster Tipp für einen unbeschwerten Sommertag mit Kindern?
Alexandra: Der wichtigste Tipp ist: Sonnenschutz nicht erst am Sommertag selbst zum Thema machen, sondern ihn vorher in den Alltag integrieren. Wenn Kinder schon im Frühling lernen, dass Eincremen, Hut und UV-Kleidung dazu gehören, wird es selbstverständlich. Eltern haben dabei eine grosse Vorbildfunktion. Wenn Kinder sehen, dass sich die Eltern schützen, übernehmen sie dieses Verhalten viel eher. Ich finde es auch wichtig, Kinder einzubeziehen. Lasst sie Farben oder Prints mit aussuchen und probiert Bademode nicht erst am Tag des Schwimmbadbesuchs an. Wenn Kinder vorher wissen, wie sich ein Shirt oder ein Badeanzug anfühlt, gibt es weniger Diskussionen. So wird der Sonnenschutz spielerischer und stressfreier.
Carmen: Und informiert euch frühzeitig, was zu eurer Familie passt. Welche Sonnencreme verträgt mein Kind? Welche Kleidung sitzt gut? Welche Lösung funktioniert im Alltag wirklich? Die Sonne ist etwas Wunderbares, sie soll kein Feind sein. Aber mit guter Vorbereitung, passenden Produkten und einer gewissen Routine können Familien sie viel unbeschwerter geniessen.
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